Frankfurt am Main, 04. November 2019 – Das Open Data-Projekt, das von der deutschen Tourismuswirtschaft unter Federführung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) realisiert wird, gewinnt weiter an Struktur. Ein zentrales Audit zum Ist-Stand von Datentypen, Content-Typen und verwendeten technischen Systemen wurde gerade planmäßig abgeschlossen. Im nächsten Schritt werden die Anforderungen an den Knowledge Graphen definiert. Mitte November geht eine Wissensplattform online, die allen potenziellen Partnern und Interessierten offensteht.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, erklärt dazu: „Die Möglichkeiten digitaler Technologien – hier vor allem Künstliche Intelligenz -, enormes Wachstum in potenziellen Quellmärkten des weltweiten Tourismus, Konzentrations- und Globalisierungsprozesse in der internationalen Reiseindustrie sowie ein sich wandelndes Verbraucherverhalten sind eng miteinander verzahnt. Die Notwendigkeit eines gemeinsamen Standards für aktuelle Daten, um sich channelübergreifend effizient zu vermarkten, ist bei den Partnern ebenso erkannt.“

Knowledge Transfer über Wissensplattform für Partner und Interessierte

Die DZT Open Data-Wissensplattform wird Antworten auf zahlreiche Fragen rund um das Thema Open Data bieten. Konkrete Handlungsempfehlungen und Hilfestellungen sollen vor allem mittelständischen Unternehmen und Organisationen den praktischen Einstieg in die Open Data-Welt erleichtern. Konkret geht es neben FAQ´s und technischen Informationen vor allem um Nutzer- und Rahmenverträge zur Umsetzung. Die Wissensplattform ist als atmendes System angelegt, das auch durch die Dokumentation erfolgreicher Best Practice-Beispiele, Informationen zum Open Data-Projekt und weitere Fachartikel kontinuierlich erweitert wird.

Der laufende Prozess des Open Data-Projektes wird auf der Ebene der Bundesländer mit vielfältigen Initiativen unterstützt. Verstärkt findet das Thema Eingang in die tourismuspolitischen Konzeptionen der 16 Bundesländer und ist integraler Bestandteil des Datenmanagements.

So findet derzeit in Niedersachsen eine Roadshow zur strategischen Neuausrichtung des Landes statt, innerhalb derer der Open Data-Prozess ein zentrales Thema darstellt. Bei acht Vor-Ort-Terminen werden Vertretern aller 15 Regionen und weiterer touristischer Partner sowohl das nationale Projekt als auch die Pläne für eine Niedersachsen-Datenbank vorgestellt. In den Veranstaltungen wird konkret thematisiert, was DMOs und Leistungsträger jetzt bereits vorbereiten können. Anfang nächsten Jahres organisiert die TourismusMarketing Niedersachsen GmbH eine weitere Roadshow für ihre Partner – im Fokus steht dann die Niedersachsen-Datenbank.

Meike Zumbrock, Geschäftsführerin der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH, erläutert dazu: „Generell ist es uns sehr wichtig, transparent vorzugehen und die Partner im Land mitzunehmen. Vor diesem Hintergrund haben wir im Frühjahr eine Digital-AG gegründet, mit der wir gemeinsam das Vorgehen zum Thema Open Data und Niedersachsen-Datenbank erarbeiten und vorantreiben. Die Infos aus dieser AG stellen wir den anderen Regionen und Städten zur Verfügung – so wie es in der DZT-Arbeitsgruppe auch mit den anderen Bundesländern gehandhabt wird.“

Über die DZT

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) ist das nationale „Tourist Board“ Deutschlands mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Sie vertritt das Reiseland Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und wird von diesem aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die DZT entwickelt und kommuniziert Strategien und Produkte, um das positive Image der deutschen Reisedestinationen im Ausland weiter auszubauen und den Tourismus nach Deutschland zu fördern. Dazu unterhält sie weltweit 31 Ländervertretungen.

Nähere Informationen finden Sie in unserem Online-Pressecenter unter www.germany.travel/presse.